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Heilige Nikolaus ist einer der am meisten verehrten
Heiligen Rußlands und des ganzen Abendlandes. Er gilt
als großer Wundertäter, so daß seit vielen Jahrhunderten
zahlreiche Stände ihn zu ihrem Patron erwählten: so
die Seeleute, Schneider, Weber, Metzger. Die Gefangenen
bitten um seinen Beistand, er wird angerufen um eine
gute Heirat, zur Wiedererlangung verlorener Sachen,
gegen falsches Urteil. Der Name bedeutet „Sieg des Volkes".
Der Überlieferung nach lebte Nikolaus im 3./4. Jahrhundert
n. Chr. Er stammte aus wohlhabendem Hause, besuchte
eine gute Schule und führte schon in der Jugend ein
gottesfürchtiges Leben. Sein Onkel, der Erzbischof von
Myra in Lykien (Kleinasien), weihte ihn zum Priester.
Zu dieser Zeit wurden seine Eltern von der Pest hinweggerafft.
Nikolaus verteilte das große Vermögen, das er erbte,
unter die Armen. Der Onkel hatte ein Kloster erbaut
und bestellte zum Abt seinen Neffen Nikolaus. Später
wurde er Bischof von Myra. Es gehörte viel Mut und Klugheit
dazu, in dieser Zeit der letzten Christenverfolgungen
unter Kaiser Diokletian ein solches Amt auszuüben. „Sollen
meine Worte Kraft haben, in die Herzen einzudringen,
so muß ich meinen Schäflein voranleuchten als ein Muster
aller Tugenden", soll Nikolaus oft gesagt haben. Er
mußte lange Zeit im Kerker zubringen. Erst als Konstantin
die christliche Religion im Staate eingeführt hatte,
konnte der Bischof Nikolaus nach Myra zurückkehren.
Er starb um das Jahr 350 in hohem Alter. |
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