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  50 Jahre nach Kriegsende kam jetzt erstmals das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche Seiner Heiligkeit Patriarch von Moskau und der ganzen Rus Aleksij II in die Bundesrepublik. Am Freitag wurde der Patriarch von Helmuth Kohl empfangen. Nach dem Gespräch mit dem Bundeskanzler flog er per Hubschrauber und in Begleitung von Dr. Horst Waffenschmidt, Staatssekretär im Innenministerium, zum Gifhorner Mühlenmuseum. Unter dem Geläut von zwölf Domglocken begrüßte hier Horst Wrobel den russischen Würdenträger. Anschließend schritt der Patriarch durch ein buntes Spalier von Kindertrachtengruppen zur Holzkirche, deren Schlüssel und Übergabeurkunde ihm dann feierlich von Horst Wrobel überreicht wurden. Von dem geplanten Deutschlandbesuch Aleksij II wusste Wrobel seit Anfang des Jahres: „Wir haben alle Register gezogen, damit er seine Visite um zwei Tage verlängert und auch zu uns kommt“ , berichtete Wrobel. Einmal mehr machte der Museumschef damit Unmögliches möglich: Seine Heiligkeit Aleksij II der „Papst“ der russisch-orthodoxen Gläubigen, besuchte das Mühlenmuseum. Und dort wurde ihm eine Kirche seiner Heimat übergeben, die in Deutschland oder genauer in Gifhorn, gebaut wurde.

Der Kirchenbau wurde durch Kredite, die die Familie Wrobel aufgenommen hat, finanziert. Es sind keine öffentlichen Mittel weder von Stadt und Land, noch von Kirchen, in den Bau eingeflossen.