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Jahre nach Kriegsende kam jetzt erstmals das Oberhaupt
der Russisch-orthodoxen Kirche Seiner Heiligkeit Patriarch
von Moskau und der ganzen Rus Aleksij II in die Bundesrepublik.
Am Freitag wurde der Patriarch von Helmuth Kohl empfangen.
Nach dem Gespräch mit dem Bundeskanzler flog er per
Hubschrauber und in Begleitung von Dr. Horst Waffenschmidt,
Staatssekretär im Innenministerium, zum Gifhorner Mühlenmuseum.
Unter dem Geläut von zwölf Domglocken begrüßte hier
Horst Wrobel den russischen Würdenträger. Anschließend
schritt der Patriarch durch ein buntes Spalier von Kindertrachtengruppen
zur Holzkirche, deren Schlüssel und Übergabeurkunde
ihm dann feierlich von Horst Wrobel überreicht wurden.
Von dem geplanten Deutschlandbesuch Aleksij II wusste
Wrobel seit Anfang des Jahres: „Wir haben alle Register
gezogen, damit er seine Visite um zwei Tage verlängert
und auch zu uns kommt“ , berichtete Wrobel. Einmal mehr
machte der Museumschef damit Unmögliches möglich: Seine
Heiligkeit Aleksij II der „Papst“ der russisch-orthodoxen
Gläubigen, besuchte das Mühlenmuseum. Und dort wurde
ihm eine Kirche seiner Heimat übergeben, die in Deutschland
oder genauer in Gifhorn, gebaut wurde.
Der Kirchenbau wurde
durch Kredite, die die Familie Wrobel aufgenommen
hat, finanziert. Es sind keine öffentlichen Mittel
weder von Stadt und Land, noch von Kirchen, in
den Bau eingeflossen. |
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